Der Irrsinn der Fensterprogramme

“Spannend und informativ” ist Fernsehen im Idealfall. Alexander Kluge, Chef des TV-Drittanbieters dctp, schreibt diese Atrribute vielen seiner eigenen Sendungen zu, ohne die Zustimmung seiner doch recht spärlich vorhandenen Zuschauer zu haben. Unbeirrt bestückt er Sendeplätze auf RTL, Sat1 und VOX – und das auch weiterhin mit dem Segen der Niedersächsischen Landesmedienanstalt. Sehr zu Ärger von Ulrich Wickert, dessen Niederlage sich abzeichnet, bald Zutritt ins Reich des Spannenden und Informativen zu bekommen.

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“Wer nicht genug Geld bringt, fliegt raus”

Eigentlich ist es nichts Neues, was Jürgen Milski der “Süddeutschen Zeitung” verrät. Sein Interview ist aber mal wieder ein Beispiel, wie unbedarft Mitarbeiter des Senders “9Live” ihre Sicht der Welt in diese hinausposaunen. Ein kurzer Blick auf das Gespräch, in dem Milski vor allem verrät, was ihn – bei der Arbeit – alles nicht interessiert.

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Quoten, Clicks und Kohle werden zum Bumerang

“Dauerwerbesendung” hätte die ARD während der Dokumentation “Quoten, Clicks und Kohle” einblenden müssen, befand der Spiegel. SWR-Chefreporter Thomas Leif hatte sich darin mit dem Streit über die Online-Pläne von ARD und ZDF beschäftigt und sich darin – vorsichtig gesagt – stark der Position seines Arbeitgebers genähert. Nun wird die Sendung zum Bumerang. Ein Gutachten attestiert einseitige Recherche. Medienaufseher verlangen eine stärkere Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Sender.

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Aus Schaden wird man klug

Sei wachsam, vertraue niemandem blind. Das ist eine Lehre, die ich vom Bundeswehr-Seminar für Journalisten, die aus Krisenregionen berichten, mitnehme. Würde ich nochmals in solche Extrem-Situationen kommen, würde ich mit vielen Alltags-Gepflogenheiten brechen.

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Entführung

Nichts sehen, nicht sprechen, nicht frei bewegen können, nicht bewegen dürfen – Geiselnahme. Die ultimative Demonstration der eigenen Machtlosigkeit. Muffiger Geruch, laute Musik, schwitzende Geiseln und Entführer. Ausweglosigkeit, kein bestimmtes Handeln, kein Geld, nichts wird gefordert außer nichts sehen, nicht sprechen, nicht bewegen.

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Gewehrmündung im Gesicht

Zum ersten Mal fühle ich mich nicht bloß unwohl, sondern wirklich machtlos. Ich blicke in die Mündung eines Revolvers. Mein Gegenüber spricht nicht mit mir. Er schreit in gebrochenem Englisch und befiehlt: “On your knees” und “Hands in the neck”. Wie es dazu kam.

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Im Gefecht

Fünf Kilo TNT, die explodieren, sind laut, sehr laut. Die Kugeln von Scharfschützen, die weniger als einen halben Meter an einem vorbei schießen, sind zu hören. Ein mulmiges Gefühl in der Magengegend bleibt beim Verlassen der Schießübungsplatzes, stand man doch zwei Stunden lang im Getöse von Sprengungen und Maschinengewehrsalven.

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Betreten

Ein falscher Schritt, schon ist es vorbei. Landminen sind grauenvoll. Diejenigen, die sie auslegen, menschenverachtend. Der Weg durch vermintes Gelände könnte das Ende des Krisenreporters sein.

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